Im Februar ist es endlich soweit. Zum ersten Mal veranstalten wir das „YOU DO – Festival der urbanen Produktion“ in der Werkhalle im Union Gewerbehof. An insgesamt vier Workshoptagen werden Menschen aus dem Unionviertel, aus Dortmund und dem Ruhrgebiet gemeinsam produzieren, arbeiten und gestalten.

Aus dem Viertel für das Viertel, das ist das Motto des Festivals und das Anliegen des gemeinnützigen Vereins „die Urbanisten“. Den Stadtbewohnern wird gezeigt, was vor ihren Haustüren produziert wird und was sie selbst erschaffen können. Denn die lokale Produktion, sei sie künstlerischer, handwerklicher oder landwirtschaftlicher Natur, birgt einen Mehrwehrt für Gesellschaft und Umwelt. „Offene Werkstätten, Manufakturen, lokale Betriebe und die urbane Landwirtschaft können das Stadtleben sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus sozialer Perspektive positiv beeinflussen“, so Jan Bunse, Urbanist und Projektleiterim Forschungsprojekt Urbane Produktion Ruhr.

Außerdem wird Künstlern und Kreativen aus dem Viertel und Dortmund die Möglichkeit gegeben, ihre Arbeit zu präsentieren. Zentrale Themen der Workshops werden Kunst, Gärtnern, Handwerken, Uypcycling und Lebensmittelherstellung sein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihr eigenes Eis herstellen, Raptexte verfassen, einen Solarkocher bauen, auf Glas Kunstwerke erstellen, individuell Shirts und Jutebeutel bedrucken oder lernen, wie sie in der Stadt ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen können.

 

Als krönenden Abschluss wird es ein Festival mit vielfältigen Angeboten geben. Die Besucher erwarten nicht nur kleine Workshops und Impulsverträge, sondern auch ein Markt mit einzigartigen und lokalen Produkten, Live-Musik vom Rapper Schlakks und der Gypsy-Band die Romanwoskis und kulinarische Besonderheiten aus dem Unionviertel.

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Die Werkhalle als urbane Produktionsstätte

Die Werkhalle ist eine alte Industriehalle mit langer Produktionsgeschichte. Nachdem sie als Maschinenhalle ausgedient hatte wurde sie als Bauschlosserei, Disko, Proberaum, Modellbauwerkstatt und Lernort genutzt. Heute steht die Werkhalle verschiedenen Menschen und Gruppen als Freiraum zur Verfügung. Studierende wie Co-Worker bis hin zu Theatergruppen und Redaktionsgruppen finden hier einen Platz zum arbeiten und produzieren.

Gemeinsam mit dem Union Gewerbehof starteten die Urbanisten ein Mitte 2017 ein Raumexperiment. Über den Zugang an der Rheinischen Straße 143 wird in der ehemaligen Werkhalle ein Möglichkeitsraum für Studierende, Co-Worker, Gruppen und Initiativen geboten. Mit inhaltlichen Schwerpunkt auf die Bereich Stadtentwicklung, Architektur und Gestaltung wollen wir laborartig einen multifunktionalen Ort der Zusammenarbeit und Weiterbildung schaffen, in dem gemeinsam gearbeitet, an Ideen getüftelt wird und kulturelle Aktivitäten stattfinden. Neben Co-Working-Arbeitsplätzen inkl. abschließbarem Schrank gibt es die Möglichkeit, kleine und große Treffen, Seminare oder Veranstaltungen mit oder ohne Bestuhlung zu veranstalten.

Egal ob das Gestalten von Gruppenarbeiten, das Schreiben von Uni-Arbeiten und Hausarbeiten, das Initiieren von Projekten oder das Entwickeln von Start-Up-Ideen, wir suchen Raumpioniere, die bereit sind, zusammen mit uns, unterschiedliche Nutzungen zu testen, Co-Existenz auszuhandeln, voneinander zu lernen und diesen wunderbaren Ort zu bespielen. Die Spielregeln dazu handeln wir gemeinsam aus.

Alle sind herzlich willkommen die Werkhalle kennenzulernen. Über die Urbanisten besteht zudem die Möglichkeit das Gewächshaus, die Manufaktur und die Erfahrungen der Urbanisten bei der Realisierung Deiner Ideen zu nutzen. Ziel unseres Experiments ist es, den Raum möglichst lange zu erhalten, so dass er weiter für unterschiedlichste Ideen und Menschen zur Verfügung stehen kann.

Mehr dazu auf www.dieurbanisten.de

Urbane Produktion um Unionviertel

Das Dortmunder Unionviertel ist seit Beginn der Industrialisierung zum Ende des 19. Jahrhunderts von Produktion geprägt. Während es bis zur Kohlekrise hauptsächlich um industrielle Produktion von Eisen, Stahl und Bier ging, hat sich das Unionviertel im Zuge des Strukturwandels und durch planerisches und bürgerschaftliches Engagement kreativwirtschaftlich weiterentwickelt.

Die neue Attraktivität für Künstler und Kreative, neue Angebote und Umnutzungen alter Produktionsstätten hat das junge Kreativquartier neu belebt. Das Spektrum der Produktion reicht von Holz, Handwerk und Upcycling über Urban Gardening, Textil und Mode, Schmuck, bildende Kunst, Design und Fotografie bis hin zu musischen und Kochkünsten.

Interessierte Stadtbewohner, Kulturschaffende und Erzeuger lokal produzierter Güter prägen das Unionviertel entscheident mit. Beim YOU DO – Festival möchten wir möglichst vielen von ihnen die Möglichkeit geben, ihre Arbeit zu präsentieren und zu zeigen, was vor ihren Haustüren produziert wird und welche Möglichkeiten sich fernab von Kaufhäusern und Discountern bieten.

Mehr zum Unionviertel gibt´s auf www.unionviertel.de

Bezug zum Forschungsprojekt UrbaneProduktion.ruhr

Die Urbanisten beschäftigen sich im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „UrbaneProduktion.ruhr“ (in Kooperation mit IAT, InWis, Stadt Bochum) von Oktober 2016 bis September 2019 mit den sozialen und räumlichen Chancen und Herausforderungen innerstädtischer Produktionsstätten.

Die im deutschen Planungsrecht traditionsreiche Trennung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit gerät aus verschiedenen Blickwinkeln unter Druck: Aus Gründen der Innovationsfähigkeit von Betrieben, die in Zukunft noch mehr auf vernetzt denkende, gut ausgebildete MitarbeiterInnen angewiesen sind, die wiederum Standorte mit urbanem Kulturangebot bevorzugen; aus Gründen der Ressourcensparsamkeit, nach der die Nutzung fossiler Energieträger möglichst zu vermeiden ist und damit das Leitbild der Stadt der kurzen Wege eine Renaissance erfährt – auch ein sorgsamer Umgang mit Grund und Boden ist hier zu nennen; aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit, nach der auch bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen einen (Arbeits-)Platz inmitten einer zukunftsorientierten Gesellschaft finden können sollten.

Urbane Produktion kann ein Handwerksbetrieb oder eine kleine Manufaktur sein, eine Stadtfabrik oder auch Urbane Landwirtschaft. Dabei geht es vor allem um materielle Produkte, aber es bestehen Schnittmengen mit der Kreativwirtschaft.

Mehr dazu unter www.urbaneproduktion.ruhr

Werkhalle im Union-Gewerbehof

Rheinische Straße 143
44147 Dortmund

Werkhalle am Union Gewerbehof
Rheinische Straße 143
44147 Dortmund

Das volle Programm

 

Mitmachen? Gerne!

Alle kreativ Produzierenden, die sich noch kurzfristig beim Festival beteiligen möchten, können sich gerne

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